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"Die Sicherheit unserer Bündnispartner ist auch deutsche Staatsräson"-Vortrag von Ruprecht Polenz vor der Deutschen Atlantischen Gesellschaft am 3.3.2015 in Münster

Festvortrag zur außenpolitischen Lage in Europa -->

Texte und Videos zu verschiedenen Themen -->

Sicherheitspolitische Beiträge aus Seminaren der Kreisgruppe Münster VdRBw -->

Die ehemaligen Artillerie- und Logistikeinheiten am Standort Dülmen -->

Ehemalige und aktuelle Stationierung der Bundeswehr im Münsterland -->

Karten und Bilder zum Standort Dülmen, zur Bundeswehr und alliierter Partner im Münsterland und Deutschland -->

50 Jahre Bundeswehr im Münsterland



Die ehemalige Panzergrenadierbrigade 19 „Münsterland“

In den Aufbaujahren der Bundeswehr war von den  Kampfverbänden des Heeres die Panzergrenadierbrigade 19 in den Standorten Ahlen und Münster-Handorf (damals noch Telgte) im Münsterland aufgestellt worden. Die Heeresplanung der 50er Jahre sah insgesamt 36 Kampfbrigaden vor, die auf 12 Divisionen verteilt waren. Die letzten drei Brigadeverbände konnten aber erst in den 70er Jahren voll aufgestellt werden. Die Panzergrenadierbrigade 19 gehörte zusammen mit der Panzerbrigade 21 in Augustdorf und der Panzerbrigade 20 in Iserlohn, Hemer, Ahlen und Dülmen zur 7.Panzergrenadierdivision (Stab in Unna, später Düsseldorf). Diese wiederum gehörte anfangs zum III. Korps (Stab Koblenz), einer der drei großen Heeresgruppierungen der Bundeswehr, wechselte dann aber 1970 zum I.Korps (Münster). 1980 wurde sie in 7.Panzerdivision umbenannt, weil sie mit der Vollaufstellung der Brigade 20 Mitte der 70er Jahre endlich über zwei Panzer- und eine Panzergrenadierbrigade verfügte. Von ihrer Stationierung her, war die „Siebte“ in der Verteidigungsplanung für flexible Rollen prädestiniert. Ihre rückwärtige Lage ließ einen Einsatz als Reservedivision sinnvoll erscheinen. Sie hätte die Verteidigung im nordhessischen Raum in den Sektoren des III. Korps oder des I. belgischen Korps ebenso verstärken können, wie im Bereich des Britischen Korps im Raum Hannover oder dem des I. Korps in der Lüneburger Heide, zu dem sie ab 1970 von ihrer Unterstellung her eigentlich gehörte. Die Division hat für diese Einsätze immer wieder geübt, ohne diese Fähigkeiten im Ernstfall unter Beweis stellen zu müssen. Sie hat damit ihren Beitrag zur militärischen Friedensicherung und Abschreckung erfüllt und ihren Anteil an der Erfolgsgeschichte der Bundeswehr gehabt.

Die Geschichte der Panzergrenadierbrigade 19 begann 1959 mit der Aufstellung der Stabskompanie in Handorf, die aber bald in die Westfalenkaserne nach Ahlen verlegte. In Ahlen entstanden auch das Panzergrenadierbataillon 191 (das heutige Panzergrenadierbataillon 192) und das Versorgungsbataillon 196. Das Panzergrenadierbataillon war aus den Grenadierbataillonen 12 (Göttingen) und 22 (Fritzlar) hervorgegangen, die beide zum Bereich des III. Korps gehörten. Wie die meisten Infanterieverbände in den Anfangsjahren war das Panzergrenadierbataillon 191 nur mit LKW 1,5  to  UNIMOG motorisiert und noch nicht gepanzert. Die UNIMOGs sicherten zwar eine hohe Beweglichkeit bei Verlegungen, der fehlende Schutz für die Soldaten war aber angesichts der Feuerkraft moderner Waffen auf Dauer keine Lösung. Eine Verbesserung trat 1962 mit der Einführung des amerikanischen Transportpanzers M 113 ein, der als MTW (= Mannschaftstransportwagen) den Panzergrenadiergruppen eine höhere Beweglichkeit im Gelände und einen minimalen Schutz gegen Granatsplitter und Infanteriemunition bot. Das Bataillon bestand aus einer Stabs- und Versorgungskompanie, drei Kampfkompanien und einer schwere Kompanie mit Mörsern zur Feuerunterstützung. In die schweren 5. Kompanien der Panzergrenadierbataillone wurden zeitweise auch Panzerjägerzüge mit Panzern M 41 (72 mm) oder M47/48 (90 mm), Panzerabwehrraketenzüge mit handgelenkten Flugkörpern COBRA und Kanonenzüge mit 20-mm Maschinenkanonen auf kleinen Schützenpanzern „Hotchkiss“ eingegliedert, später aber  wieder abgegeben.
Dem Panzergrenadierbataillon 191 war auch die Ausbildungskompanie 8/7 unterstellt worden. 1965 diente das Bataillon bei der Verleihung der Truppenfahnen an alle Bundeswehrverbände im Preußenstadion von Münster als Ehrenformation . Es pflegte eine  Patenschaft zu einem Infanterieverband  der 4. belgischen Brigade in Soest, dem Bataillon 1.Rgt Grenadiers.

Das Ahlener  Versorgungsbataillon 196 bestand aus Stabs-Versorgungskompanie und je einer Sanitätskompanie, Instandsetzungskompanie (Handorf) und Transportkompanie. 1973 ging das Bataillon in je einer Nachschubkompanie (Ahlen) und Instandsetzungskompanie (Handorf) - beide mit der Nr 190  - auf. Die Sanitätskompanie wurde schon vorher dem Sanitätsbataillon 7 in Hamm angegliedert. Die verbliebenen Teile des Bataillons gingen in dem bis 1976 aufgestellten Nachschubbataillon 7 (Unna) auf.


In Handorf entstanden 1959 das Panzergrenadierbataillon 193, das Panzerbataillon 194 und das Feldartilleriebataillon 195. Die aus dem ehemaligen Panzerjägerbataillon 2 bzw. dem Panzerbataillon 44 in Arolsen hervorgegangene Panzerjägerkompanie 200 hätte ihrem Namen nach eigentlich zu der im märkischen Raum aufzustellenden Panzerbrigade 20 gehört. Diese Brigade blieb aber bis 1975 unvollständig, so dass die Kompanie 1961 in Handorf zur Panzerjägerkompanie 190  wurde. Die Panzerjäger setzten anfangs Panzer M 41(72 mm) oder Kampfpanzer aus der Erstausstattung der Bundeswehr mit 90mm-Mun ein. (M 47/M 48). Mitte der 60er Jahre erhielt sie die neuen Kanonenjagdpanzer mit der 90-mm-Kanone und ab 1968 auch Raketenjagdpanzer mit SS 11- Flugkörpern. Die Fahrzeuge bildeten  in den Antriebskomponenten mit dem späteren Schützenpanzer MARDER eine gemeinsame Fahrzeugfamilie. Die Panzerjägerkompanie 190 wurde schon 1990 aufgelöst, um Personal für die in Handorf aufzustellende Heeresunteroffiziersschule zu gewinnen.

Das Panzergrenadierbataillon 193 geht ebenfalls auf ältere Infanterieverbände des III. Korps, die Grenadierbataillone 5 und 25 (beide Koblenz) zurück und wurde 1959 in Handorf aufgestellt. Das Bataillon ersetzte 1962 seine LKW durch den Schützenpanzer HS 30. Der HS 30 war wegen der Umstände seiner Beschaffung und seiner Leistungen ein umstrittenes Fahrzeug. Technische Mängel beeinträchtigten seine Einsatzfähigkeit. Immerhin erhielt er durch eine 20mm-Maschinenkanone eine Feuerkraft, die den anderen gepanzerten Transportfahrzeugen der Infanterie in den 50er und 60er Jahren fehlte. Seine niedrige Silhouette stellte einen gewissen Schutz dar, auch wenn die Grenadiere sehr beengt saßen und das Feuern und Absitzen über die Bordkante nur ein militärisches Provisorium sein konnte. Wegen dieser Defizite beließ man es bei  Ausrüstung von nur einem Panzergrenadierbataillon (Spz) in jeder Brigade. Die anderen Bataillone erhielten Transportpanzer M 113 (MTW) oder behielten die UNIMOGS.
1972/3 konnten dann die beiden in der Brigade verbliebenen Panzergrenadierbataillone (191,193) mit dem neuen Schützenpanzer MARDER ausgerüstet werden, der ihre Kampfkraft erheblich aufwertete. Der Marder bot die Möglichkeit des Feuerkampfes unter Panzerschutz und des Ausstieges über eine Heckklappe. Seine Motorisierung sicherte eine den Kampfpanzern LEOPARD vergleichbare Beweglichkeit. Er wurde im Laufe der Zeit mehrfach modernisiert und mit weitere Bewaffnung (Panzerabwehrraketen MILAN) ausgestattet, was seine Führbarkeit aber auch belastete. Zusatzausrüstungen und –panzerungen erhöhten im Laufe der Jahre das Gewicht und reduzierten die Mobilität im Gelände. . Erhebliche Veränderungen erlebte im Laufe der Jahre auch die 5. (schwere) Kompanie.  1965 gab sie den Mörserzug  81 mm ab, 1972 verschwanden die zwei Panzerjägerkanonenzüge aus der Gliederung. In der ab 1970 eingeführten Heeresstruktur III besaß die Kompanie sechs Panzermörser 120 mm auf M113, um das Gefecht der Schützenpanzerkompanien mit eigenem Steilfeuer unmittelbar unterstützen zu können.
Im April 1970 erhielt das Bataillon prominenten Besuch als Bundespräsident Heinemann in Begleitung von Verteidigungsminister Helmut Schmidt der Bundeswehr seine Aufwartung machte.
Das Jahr 1980 brachte als Folge der Heeresstruktur IV große Veränderungen, die am Beispiel des Schwesterbataillons 191 weiter unten beschrieben werden.
Das Panzergrenadierbataillon 193  wurde 1990 aufgelöst um seine Kapazitäten für die Aufstellung des Heeresunteroffizierschule I in Handorf zu nutzen. Als Geräteeinheit blieb es noch bis 1992 erhalten. Diese Maßnahme stand nicht unmittelbar im Zusammenhang mit der Truppenreduzierung nach der politischen Wende wie die anderen zahlreichen Bataillonsauflösungen ab 1992. Sie gehörte vielmehr in die Ende der 80er Jahre angestellten Überlegungen der Bundeswehrführung, die Truppenstärke von knapp 500.000 Soldaten angesichts rückläufiger Jahrgangsstärken nicht länger halten zu können. Es gab gegen Ende des Jahrzehnts im Heer erste Auflösungen und Versuche mit der Mobilisierung von den deaktivierten Einheiten nach dem Prinzip „Kaderung und rascher Aufwuchs“.
Damals war auch zeitweise die Auflösung der 7.Panzerdivision und ihr Ersatz durch einen luftbeweglichen Kampfverband erwogen worden, bevor die politische Wende von 1989 ganz andere Prämissen setzte.

Angesichts der konventionellen Aufrüstung des Warschauer Paktes in den 70er Jahren und dem verständlichen Bemühen, in einem Konflikt nicht zu früh auf taktische Nuklearwaffen zurückgreifen zu müssen, suchte die Heeresführung nach Wegen, die Zahl der Kampftruppen zu erhöhen. Aus den seit 1970 nur noch drei Kampftruppenbataillonen in jeder Brigade sollten vier kleinere Einsatzbataillone entstehen, die leichter zu führen waren und zusammen mehr Systeme zum Einsatz bringen konnten. Die Aufstellung der vierten Bataillone in den 36  Heeresbrigaden hätte allerdings erhebliche Aufwendungen bei der Unterbringung erfordert und wäre wegen zahlreicher Verlegungen auch nicht sozialverträglich gewesen. Deshalb entschied der neue Verteidigungsminister Hans Apel 1977 für die künftige Heeresstruktur IV , in jedem Kampfbataillon eine weitere Kampfkompanie durch Verkleinerung aller Kompanien aufzustellen und diese Kompanie weiterhin dem Mutterbataillon zu unterstellen. Im Einsatz und bei Übungen sollte aus diesen drei Kompanien das vierte Kampfbataillon gebildet werden. Dabei waren allerdings auch Kader für eine Stabs- und Versorgungskompanie des vierten Bataillons aufzustellen. So entstand  1980 das gemischte Panzergrenadierbataillon 191 (neu) mit einer Panzer- und zwei Panzergrenadierkompanien und, die bei den Bataillonen 191(alt), 193 und 194 aufgestellt wurden. Das bisherige Panzergrenadierbataillon 191 in Ahlen musste in Panzergrenadierbataillon 192 (neu) umbenannt werden. Diese Bezeichnung hatte das bis 1970 in der Brigade schon mal vorhandene dritte Infanteriebataillon in Ahlen getragen, bevor es als Jägerbataillon 441 (später 531) zum Territorialheer wechselte (s.u.). Die drei Panzergrenadierbataillone 191,192 und 193 verfügten jetzt nur noch über je zwei Schützenpanzerkompanien mit je 11 Schützenpanzern MARDERN. Weitere zwei Schützenpanzer standen der Bataillonsführung zur Verfügung. Die vierte Kompanien von 192 und 193 mussten mit den zahlreich vorhandenen Transportpanzern M 113 , den „MTWs“(s.o.), ausgestattet werden, weil der Bestand an Schützenpanzern im Heer nicht erhöht werden konnte. Diese Kompanien hatten als Einsatz/Ausbildungskompanien im Frieden Rekruten auszubilden und konnten durch verfügungsbereite Reservisten im Bedarfsfall einsatzbereit gemacht werden. Die Verfügungsbereitschaft bot die Möglichkeit, gerade entlassene Wehrpflichtige in einer Krisenlage in ihren ehemaligen Verband zurückzurufen.
Die 5. Kompanie blieb als Panzermörserkompanie mit 120 mm Mörsern auf M113 bei den Bataillonen 192 und 193 erhalten. Die beiden Bataillone 192 und 193 waren ca. 600 Mann stark, das gemischte Bataillon 191 hatte ca. 480 Mann.

Die folgende Grafik zeigt die Brigade in der Heeresstruktur 4 in den 80er Jahren:

 

Zu einem besonders traditionsbewussten Bataillonen entwickelte sich das Panzerbataillon 194 in Handorf. Sein Vorgänger, das Panzerjägerbataillon 5 aus Wetzlar, gehörte 1956 zu den gepanzerten Verbänden der ersten Stunde. Bei seiner Verlegung nach Handorf 1959 fehlte noch die 4. Kompanie. Zur Erstausstattung gehörte der amerikanische Kampfpanzer M 47, der in der Nachkriegszeit entwickelt worden  war, dann aber von den USA in großer Zahl an Verbündete abgegeben wurde, weil die US-Army das Nachfolgemodell bevorzugte. So hatte die Bundeswehr 1100 M 47 zum Aufbau der Panzertruppe erhalten. Der M 47 verfügte über eine
90-mm-Kanone und hatte anfangs noch einen Funker als 5. Besatzungsmitglied auf einem Platz neben dem Fahrer. Der Benzinmotor wies einen hohen Verbrauch auf, der den Fahrbereich erheblich einschränkte. Ein Exemplar des M 47 steht noch heute im Eingangsbereich der Ahlener Westfalenkaserne. Damals gehörten 54 Kampfpanzer zum Bestand eines Bataillons. Während der Kubakrise im Oktober 1962 stand das Panzerbataillon mit seinen M 47 aufmunitioniert im T-Bereich der Handorfer Lützowkaserne. Im gleichen Jahr begann die Umrüstung auf den Kampfpanzer M 48, der auch eine 90-mm-Kanone führte und ebenfalls noch mit Benzin betrieben wurde, was die bekannten Nachteile hinsichtlich Fahrbereich und Feuersicherheit mit sich brachte.  Zu seinen Vorzügen gehörte eine robuste Konstruktion, die viel Schutz bot und zu seiner langen Nutzung im Heer in modernisierter Form bis in die 90er Jahre beitrug.  Das Bataillon rückte in den frühen 60ern mit seinen M 48 öfter zu Biwakbesuchen bei Partnergemeinden im Dortmunder Raum aus. Im Jahre 1965 erhielt das Bataillon zusammen mit allen Heeresbataillonen im Münsteraner Preußenstadion seine Truppenfahne aus der Hand des damaligen Bundespräsidenten Lübke. Als alliierter Patenverband lag das britische 4th Royal Tankregiment in Münster-Loddenheide vor der Haustür, bevor dieser Verband 1982 nach Großbritannien verlegte.
1967 löste der LEOPRARD 1 den M 48 ab. In mehrfach modernisierter Form blieb der „Leo 1“ bis zur Auflösung im Bestand des Bataillons. Die M 48 gingen zum Panzerbataillon 104 (alt) nach Amberg in der Oberpfalz, um dort den M 47 abzulösen.
Im Jahre 1980 hatte das Bataillon, wie die beiden Panzergrenadierbataillone, seine Kompanien zu verkleinern und eine weitere Kompanie für das vierte gemischte Kampftruppenbataillon, das Panzergrenadierbataillon 191, aufzustellen. Bei der Panzertruppe war die Materiallage zur Ausstattung weiterer Verbände etwas günstiger, weil damals der LEOPRAD 2 in 1800 (später 2100) Exemplaren eingeführt wurde und die 2400 LEOPARD 1 und 650 modernisierte M 48 ( mit 105 mm-Waffenanlage) in Dienst blieben. So entstand im Rahmen des Panzerbataillons 194 die 4./191 mit 13 LEOPARD 1. Das Panzerbataillon 194 verfügte jetzt über knapp 400 Soldaten (ohne 4./191) mit 41 LEOPARD 1. In dieser Gliederung verblieb es bis zu seiner Auflösung, die am 20.3.1992 mit einem Abschlussappell in Handorf besiegelt wurde.

Zu den Einsatzhöhepunkten der „194er“ zählte u.a. eine nachhaltige Riegelverteidigung bei Beverungen an der Weser gegen einen mehrfach überlegenen „Übungsfeind“  beim Korpsmanöver „Großer Rösselsprung“ im September 1969.
Zum Übungsprogramm der Panzerbataillone der „Siebten“ gehörte auch das Tiefwaten in der Weser, bei dem die „Leos“ auf dem Flussgrund mit einem Luftschacht ausgerüstet das Hindernis überquerten. Sicherlich war auch dies eine Vorbereitung auf einen Einsatz im Bereich Ostwestfalen und Südniedersachsen.
An dieser Stelle sei an die anderen großen Gefechtsübungen erinnert, zu denen im Herbst die Truppenteile der NATO ins freie Gelände ausrückten. Die Panzergrenadierbrigade 19 war im westfälischen Raum unter anderem an den Korpsgefechtsübungen „Großer Bär“(1976)  „Harte Faust“ (1979)  „Starke Wehr“(1982) und „Trutzige Sachsen“(1985) beteiligt. Auf Divisionsebene lief 1983 „Springendes Ross“ und auf Brigadeebene  im Februar 1986 die Winterübung „Lützower Reiter.“ Nicht unerwähnt werden dürfen auch Auslandsübungen in Frankreich 1962 und 1966 (Mourmelon, La Courtine) und die regelmäßigen Schießaufenthalte des Panzerbataillons 194 im walisischen Castle Martin.  Am 9.6.1991 feuerte das Panzerbataillon 194 seinen letzten Übungsschuss auf dem kanadischen Schießplatz Shiloh Range ab.

Ebenfalls auf eine lange bundeswehreigenen Tradition konnte das Artilleriebataillon der Brigade zurückblicken. Aufgestellt wurde es 1958 in Lingen als Feldartilleriebataillon 441 im Rahmen der Korpsartillerie des I. Korps, verlegte dann 1959 nach Handorf und wurde zum Feldartilleriebataillon 195. Bis 1967 war es mit der Feldhaubitze 105 (L) ausgestattet. Es handelte sich um eine von der Firma Rheinmetall leistungsgesteigerte Version eines US-Geschützes (Kaliber 105 mm), das auch nach seinem Rückzug aus der ersten Linie ab Mitte der 60er Jahre in verschiedensten Verwendungen bei der Korpsartillerie, im Territorialheer und in Ausbildungseinheiten bis zum Ende des Jahrtausends überdauerte. Mit diesen Haubitzen feuerte das Bataillon 1963 protokollgemäß  21 Salutschüsse bei der Ankunft des US-Präsidenten Kennedy auf dem Wahner Flughafen ab. Mit der Umrüstung des Bataillons auf die Panzerhaubitze M 109 änderte das Bataillon 1967 seinen Namen in Panzerartilleriebataillon 195. Das größere Kaliber (155 mm), die höhere Schussweite (18 km) und die gepanzerte Mobilität trugen erheblich zur Kampfkraftsteigerung der Brigade Ende der 60er Jahre bei. Das Bataillon pflegte Patenschaften mit dem 26th Regiment of Royal Artillery in Dortmund und dem 17e Bataljon Rijdende Artillerie der belgischen Streitkräfte in Köln-Altenrath. Die Patenschaften dokumentierten  die möglichen Einsatzoptionen der 7. Division an der Seite der britischen und belgischen Partner.
Im Zuge einer umfassenden Reorganisation der Artillerie 1985 wurde das Bataillon von drei auf zwei schießende Batterien reduziert;  der Geschützbestand von 18 Haubitzen blieb aber erhalten. Die M109 wurden mehrfach modernisiert und erhielten u.a. ein längeres von 18 auf 24 km reichweitengesteigertes Rohr. Weitere wichtige Modernisierungen betrafen vor allem die Führungsmittel des Bataillons (Feuerleit- und Beobachtungspanzer auf M113-Basis), bei denen die Realisierung eines rechnergestützten Datenverbundes (ADLER) als Endziel vorgesehen war.   Bei seiner Auflösung 1993 verschwand die Substanz des Bataillons nicht vollständig, weil jeweils eine Batterie an die Panzerartilleriebataillone 205 (Dülmen) und 215 (Augustdorf) abgegeben wurde (2./195->4./205, 3./195 -> 4./215) und damit deren Bestand auf 24 M 109 und drei Feuerbatterien aufstockte.

Es ist nun an der Zeit einen weiteren Bataillonsverbandes der Brigade vorzustellen, der dann nach einem Jahrzehnt einen eigenen Weg gehen sollte.
In Ahlen wurde 1959 die Aufstellung eines dritten Infanterieverbandes in der Brigade, dem Panzergrenadierbataillon 192 (alt), begonnen. Das Bataillon ist nicht identisch mit dem heutigen Bataillon gleicher Nummer. Die Bezeichnung Panzergrenadierbataillon 192 (mot), die der Verband bis 1970 trug, wies darauf hin, dass es sich um einen leichten mit UNIMOG-Lkw  motorisierten Verband handelte.  Bei diesen in der Regelgliederung aller Panzergrenadierbrigaden der 60er Jahre vorgesehenen dritten Infanteriebataillonen hatte man aus Kostengründen auf eine Ausstattung mit gepanzerten Fahrzeugen verzichten müssen. In manchen Brigaden gab es sogar zwei Bataillone dieser Art und nur eine Schützenpanzerbataillon.  Sofern diese Bataillone voll aufgestellt und ausgerüstet waren, nahmen sie die Einsatzrollen der späteren Jägertruppe vorweg, die im bewaldetem, bebautem oder unzugänglichen Gelände bevorzugt eingesetzt wurde. Bei Manövern konnte diese Bataillone durchaus sehr mobil operieren. Manchmal handelte es sich bei den Panzergrenadierbataillonen (mot.) aber auch nur um Ausbildungsbataillone. Diese leichten Bataillone wurden folgerichtig ab 1970 im Rahmen der Heeresstruktur III zur Aufstellung der Jägerbataillone in den Heimatschutzkommandos des Territorialheeres herangezogen. So wurde aus dem Panzergrenadierbataillon 192 (mot.) im Jahre 1970 das Jägerbataillon 441 des Heimatschutzkommandos 15 (Stab in Unna, dann Wuppertal). 1980 erhielt das Jägerbataillon die Nummer 531 und blieb seitdem bis zu seiner Auflösung 1992 in Ahlen ein Verband der Heimatschutzbrigade 53 (Stab Düren). Die alten UNIMOG 1,5 t waren als Gruppenfahrzeuge mittlerweile durch das Nachfolgemodell mit 2t Ladevermögen abgelöst worden. Panzerabwehrraketen MILAN und Feldkanonen 20-mm, dazu gezogene Mörser 120 mm und sogar sechs Kampfpanzer M 48 mit 105 mm Kanone verstärkten die Kampfkraft des Bataillons, dessen Jäger im abgesessenen Kampf vorzugsweise in Gelände und Einsatzarten operierten, die für mechanisierte Einheiten weniger geeignet waren. Im Rahmen des Territorialheeres waren die Heimatschutzbrigaden für Verteidigungsaufgaben im rückwärtigen Gebiet oder zur Verstärkung des Feldheeres in Krisenlagen vorgesehen.

Etwas später war die Panzerpionierkompanie 190 zu Brigade gestoßen, als sie 1962 in Warendorf aufgestellt und dann nach Ahlen verlegt wurde. Mit ihren Brückenlegepanzern (erst M48 AVLB, dann Brückenlegepanzer BIBER auf LEOPARD-Basis), Pionierpanzern, Minenräum- und Minenlegeausrüstungen konnte sie die Brigade beim Überwinden oder Räumen von Hindernissen und durch das Anlegen von Sperren unterstützen. In den 80er Jahren ersetzen die Panzerpioniergruppen die M 113-Transportpanzer durch den neuen Radpanzer FUCHS.  Auch diese Kompanie hatte einen belgischen Patenverband, die 14. Geniekompanie im hessischen Arolsen.

Als Aufklärungselement wurde ab 1962 im Rahmen der Stabskompanie ein Panzeraufklärungszug aufgestellt, der mit leichten Schützenpanzern vom Typ „Hotchkiss“ ausgestattet war. Der „Hotchkiss“ besaß auch eine 20 mm-Maschinenkanone. Andere Versionen des Fahrzeugs dienten in der Truppe als Beobachtungspanzer der Artillerie und als Sanitätspanzer. Einige Exemplare stehen heute noch als Schrottziele auf dem Ahlener Standortübungsplatz. Die Kanonenversion gab es zeitweise auch in den schweren Kompanien der Panzergrenadiere. Als Panzerspähzug 190 wurde diese Einheit 1972 eine selbstständige Brigadeeinheit. In der Heeresstruktur IV wurde dieser Zug, nun ausgerüstet mit dem leistungsstärkeren Spähpanzer Luchs, dem Panzeraufklärungsbataillon 7 in Augustdorf unterstellt und aus Ausbildungsgründen auch dort stationiert. In den 90er Jahren wurde der Zug auf Kompaniestärke aufgestockt.

Kurze Zeit unterstanden  in den 60er Jahren auch die Panzerflakbatterie 190 (M 42) in Handorf und die ABC-Abwehrkompanie 190 (1967-71) in Ahlen der Brigade. Bis 1964 gehörte auch das Panzergrenadierbataillon  203 in Hemer dazu, weil die Panzerbrigade 20 in den 60er Jahren nicht voll aufgestellt werden konnte.

Zu der Brigadegliederung der 60er und 70er Jahre gehörte auch ein nichtaktiver Verband, das Feldersatzbataillon 197, das in einem Einsatz mit seinen Reservisten sicherstellen sollte, dass Verluste ausgeglichen werden konnten. Das war in der Truppe natürlich eine sensibel zu behandelnde, aber unumgängliche Planungsaufgabe.  Die Feldersatzbataillone wurden ab 1980 direkt den Divisionen unterstellt. In den 90er Jahren erhielten die Einsatzbataillone ihre eigenen Ersatzkompanien, um unmittelbar auf Ausfälle reagieren zu können.

Im Rahmen der „Friedensdividende“ war die Truppenstärke der Bundeswehr ab 1991 schrittweise zu reduzieren und zeitgleich die Bundeswehr im Osten aufzubauen. Die durch die Einigungsverträge limitierte Obergrenze von 370.000 Soldaten wurde schnell unterschritten und bewegte sich rasch auf 320.000  und im neuen Jahrtausend auf 280.000 Soldaten zu.
Die Panzergrenadierbrigade 19, die 1989 den Beinamen „Münsterland“ erhalten hatte,  fusionierte mit der Panzerbrigade 20. Sie behielt ihren Namen , musste aber ihre verbliebenen Verbände in Handorf , das Panzerbataillon 194, das Panzerartilleriebataillon 195 und die Instandsetzungskompanie 190 bis 1993 auflösen. Die Panzerpionierkompanie 190 in Ahlen wurde schon 1992 deaktiviert. Die Nachschubkompanie 190 wurde im Rahmen der Reduktion logistischer Ebenen  an das Nachschubbataillon 7 abgegeben, wo sie zur Aufstellung der 3. und 7.Kompanie verwendet wurde und unter diesen Bezeichnungen weiter die Versorgung der Brigade sicherstellte.  Das gekaderte gemischte Panzergrenadierbataillon 191 wurde als Produkt der nun überholten Heeresstruktur IV  wieder aufgelöst.
Erhalten blieben das Ahlener Panzergrenadierbataillon 192 und die Stabskompanie. Dafür übernahm die Brigade  als aktive Verbände von der aufgelösten Panzerbrigade 20 das Panzerbataillon  203 in Hemer und das Panzerartilleriebataillon 205 in Dülmen. Dazu kam die Panzerpionierkompanie 200 aus Hemer. Die Brigade wurde den Hauptverteidigungskräften (HVK) zugeordnet, die erst nach längerer Vorbereitung für die Landes- und Bündnisverteidigung einsatzbereit sein sollten. Zu diesem Zweck verfügte die Brigade auch über zwei weitere mittlerweile  nichtaktive Kampfbataillone , das Panzergrenadierbataillon 202 aus Hemer und das von Ahlen nach Hemer verlegte Panzerbataillon 204. Diese Bataillone waren als aktive Einheiten aufgelöst worden, bestanden aber als Geräteeinheiten weiter. Im Einsatzfall wären sie zur Hälfte mit Personal aus den beiden aktiven Bataillonen 192 und 203 mobilgemacht worden  und alle vier Bataillone wären durch Einberufung von Reservisten auf die volle Kampfstärke aufgewachsen. Die Brigade verfügte zu diesem Zeitpunkt über 2600 aktive Soldaten und 1800 Reservisten. Eine nichtaktive Feldersatzkompanie 190 und die für einen Kampfeinsatz vom Panzeraufklärungsbataillon 7 (Augustdorf) bereitgehaltene Panzeraufklärungskompanie 190 rundeten das Bild der Brigade ab.
Als Verbände der Hauptverteidigungskräfte hatten die Einheiten der Brigade eine geringere Präsenz als die zahlenmäßig geringeren Krisenreaktionskräfte, die als Einheiten „der ersten Stunde“ gedacht waren. Zeitweise hatte die Brigade auch die Funktion des aufgelösten Verteidigungsbezirkskommando 33 in Münster zu übernehmen. Diese Doppelfunktion als Einsatzverband und territorialer Führungsstab wurde aber 1996 wieder aufgegeben und die territoriale Zuständigkeit für den Regierungsbezirk Münster vom  Verteidigungsbezirkskommando 35 in Augustdorf übernommen.
Im Rahmen des ab 1996 gültigen Konzepts „Heer für Neue Aufgaben“  gab es weitere Modifikationen, die am Beispiel des Panzergrenadierbataillons 192 dargestellt werden sollen. Das Bataillon hatte schon 1991 die 3./Panzergrenadierbataillon 202 aus Hemer als 6.Kompanie eingegliedert, die für die Ausbildung von Unteroffizieren zuständig war. 1993 kam mit der Übernahme der 2./191 eine weitere Kampfkompanie dazu, die als 5.Kompanie eingegliedert wurde, die schwere Kompanie musste nun in 6./192 und die Unteroffizierausbildungskompanie in 7./192 umbenannt werden. Die 7./192 wurde aber schon 1997 wieder aufgelöst. Die 6./192  hatte als schwere Kompanie (s.o.)einen Zug mit Raketenjagpanzern JAGUAR einzugliedern. Diese mit dem weitereichenden Panzerabwehrflugkörper HOT ausgerüsteten Systeme sollten nach Auflösung der Panzerjägerkompanien in den Panzergrenadierbataillonen der Hauptverteidigungskräfte befristet weitergenutzt werden. Angesichts der politischen Veränderungen war die Bedrohung durch Panzerkräfte nicht mehr so akut und langfristig sollte die verbleibende Rolle der Panzerbekämpfung mit Lenkflugkörpern auf große Entfernungen von dem geplanten Kampfhubschrauber TIGER wahrgenommen werden. Die Jagdpanzer verschwanden nach einigen Jahren wieder aus der Gliederung. Ein Teil der JAGUAR wurde von den österreichischen Streitkräften erworben.  Zur Erinnerung: Panzerjägerzüge hatte es in der schweren Kompanien schon in den 60er Jahren gegeben. Es ist eine interessante Beobachtung, dass in der Heeresplanung in den letzten Jahren öfter Entwürfe aus der Anfangszeit der Truppe wieder auftauchten, nach dem Motto: „Es ist alles schon mal da gewesen.“ Die Planungsjahre ab 1990 brachten den betroffenen Soldaten ein unstetes Hin und Her der Strukturen, das nur mit den unruhigen Aufstellungsjahren vergleichbar ist. 
Das Panzergrenadierbataillon 192 blieb in der Verantwortung, eine Mobilisierung des Schwesterbataillons 202 für den Fall einer Bedrohung der Bundesrepublik oder des Bündnisses vorzubereiten. Dieses Risiko wurde aber in der politischen Beurteilung nur noch als gering eingestuft. Stattdessen häuften sich seit 1993 die Aufträge an die Bundeswehr, Truppenkontingente für Auslandseinsätze abzustellen. So war das Panzergrenadierbataillon 192 auch für die Ausbildung eines Kontingents für den SFOR-Einsatz in Bosnien verantwortlich. Nach der damaligen Unterteilung der Streitkräfte in Krisenreaktions (KRK)- und Hauptverteidigungskräfte (HVK), waren die ersteren für Auslandseinsätze klassifiziert, während HVK-Truppen Ausbildungsunterstützung im eigenen Land zu leisten hatte. Die Ausbildung erfolgte im UN-Ausbildungszentrum Hammelburg. Wegen seiner großen Zahl von Wehrpflichtigen kam ein Auslandseinsatz für das HVK-Bataillon als geschlossener Verband gemäß der politischen Vorgaben nicht in Frage.
Finanzielle Engpässe, ein zunehmendes Engagement der Truppe im Ausland und die politische Bewertung der Sicherheitslage stellten den dauerhaften Bestand von ausschließlich für die Landesverteidigung vorgesehen Truppenteilen in Frage. Nach dem Regierungswechsel 1998 war eine erneute Umstrukturierung der Bundeswehr absehbar. Dabei war von erheblichen Einschnitten bei der Zahl der Standorte und Truppenteile auszugehen, welche die Reduzierungen der frühen 90er Jahr noch übersteigen sollten. Der Anfang 2001 von Verteidigungsminister Scharping verkündete Bundeswehrplan bedeutete das Aus für die Panzergrenadierbrigade 19. Allerdings blieben die beiden Kampftruppenteile, das Panzergrenadierbataillon 192 in Ahlen und das Panzerbataillon 203 in Hemer, erhalten und wurden der Panzerbrigade 21 in Augustdorf zugeordnet. Das Panzerartilleriebataillon 205 in Dülmen war aufzulösen und als Geräteeinheit nach Augustdorf zu verlegen, weil auch der Artilleriestandort Dülmen aufgegeben wurde.
Die Planungen von 2001 sahen allerdings immer noch eine Option für die Landes- und Bündnisverteidigung durch aktive und mobilisierbare nichtaktive Kräfte vor.
Die kritische ökonomische Lage der Bundesrepublik ließ diese Planungen aber nicht von Dauer sein. Im Mai 2003 entschied Minister Struck, dass die Truppe keine Strukturen nur für die Landesverteidigung vorzuhalten habe. Die Friedenseinsätze im Ausland sind künftig die zentrale Planungsgröße für die gesamte Bundeswehr.  Im Bedarfsfalle hofft man in einem Zeitraum von ca. 10 Jahren eine Wiederherstellung (Rekonstitution) der Befähigung zur umfassenden Landesverteidigung sicherstellen zu können. Außerdem sollen die knappen Finanzmittel durch eine überfällige Rationalisierung der Stationierung optimal genutzt werden.  Als die Stationierungsplanung im November 2004 bekannt wurde, war klar, dass das Panzergrenadierbataillon 192 in der Zielplanung 2010 nicht mehr vorgesehen sein würde. Der Standort Hemer wird entfallen und das Panzerbataillon 203 und die Panzerpionierkompanie 200 nach Augustdorf verlegt, das wegen der Nähe zum Truppenübungsplatz Senne einer der zentralen Standorte für die künftig noch vorhandenen Kampftruppen bleiben wird. Zusammen mit der Panzerbrigade 9 wird die lippische Panzerbrigade 21 die gepanzerte Komponente der einzigen verbleibenden Gefechtsdivision (1.Panzerdivision) des Heeres bilden. Die Brigaden im Osten und Süden Deutschlands werden sich mehr auf eine Rolle in Friedenseinsätzen vorbereiten.
Der Standort Ahlen wird durch Stationierung des Sanitätsregiments 22 aus Hamm erhalten bleiben. Die 4./Nachschubbataillon 51, die unter verschiedenen Namen am Standort existierte und als 4. /Versorgungsbataillon 196 bzw. Nachschubkompanie 190 lange zur Brigade gehörte, wird  aufgelöst bzw. in das Logistikbataillon 7 (Unna) eingegliedert.
Mit dem Panzergrenadierbataillon 192 verschwand 2006 der letzte Verband der ehemaligen Panzergrenadierbrigade 19. Nur noch die zur Lehrgruppe herabgestufte Unteroffizierschule in Handorf erinnert an ihre Vorgängerverbände an Ems und Werse.

Quellenangaben:
25 Jahre Standort Ahlen, 1984
40 Jahre Bundeswehr in Ahlen, 1999
Felix Beckmann, Schild und Schwert – Die Panzertruppe der Bundeswehr, 1989
Hans Joachim Krug, 25 Jahre Artillerie der Bundeswehr, 1982
25 Jahre I. Korps – 1956 bis 1981, 2. Auflage 1986
www.freundeskreis-panzergrenadiere.de
www.deutschesheer.de

Link zum ehemaligen PzBtl 194 www.panzerbataillon194.de

Ein Blick über den Zaun in den T-Bereich des Panzerbataillons 194 in Handorf (Sommer 1979)


Schützenpanzer Marder des Panzergrenadierbataillons 193 werden an der Handorfer Verladerampe "reisefertig" gemacht (Sommer 1979)


Leopard 1 von "194" biegen bei dem niederländischen Manöver Firm Reposte in den Ort Osterwick ein (Oktober 1985)


Panzerbataillon 194 am Ortsrand von Horstmar -Laer bei Firm Reposte (Oktober 1985)


 


Autor: Jürgen Dreifke